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Kirchberg 5, 01665 Klipphausen OT Röhrsdorf

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St.-Bartholomäus-Kirche Röhrsdorf

St.-Bartholomäus-Kirche Röhrsdorf

Hinzugefügt: 25.04.2026

Die Turmuhr der St.-Bartholomäus-Kirche

  • Herstellung: Das aktuelle mechanische Uhrwerk wurde 1909 von der Firma Otto Fischer aus Meißen installiert[cite: 165].
  • Technische Leitung: Die Fertigung erfolgte unter der Leitung von J. Hummel, der auch die Anlage der Schwesterkirche in Sora lieferte[cite: 166, 167].
  • Ausstattung: Die Mechanik umfasst drei weithin sichtbare Zifferblätter sowie zwei Hammerwerke für den akustischen Zeitschlag[cite: 168].
  • Antrieb: Das Werk wird durch drei schwere Gewichte angetrieben[cite: 168].
  • Modernisierung (2001): Umfassende Restaurierung durch die Firma Uhrentechnik Andreas Vogler; Installation eines Elektroaufzugs nach dem Endloskettenprinzip zur Schonung des Gangwerkes[cite: 173].
  • Visualisierung: Seit 2002 schützt ein Gehäuse aus Holz und Glas (gefertigt von Martin Seyrich) die Technik und macht die Abläufe für Besucher sichtbar[cite: 176].
  • Status: Die restaurierte Uhr ist seit Dezember 2022 wieder vollumfänglich in Betrieb[cite: 176].

Architektur und Geschichte der Kirche

  • Bauzeit: Errichtung des barocken Neubaus zwischen 1737 und 1739 auf Veranlassung des Kammerherrn Johann August von Ponickau[cite: 186].
  • Architekt: Johann Christian Simon, ein Schüler von Matthäus Daniel Pöppelmann[cite: 186].
  • Besonderheit des Turms: Der Entwurf basiert auf einer Originalzeichnung Pöppelmanns[cite: 187].
  • Standort: Die Kirche liegt exponiert auf einer Hügelkuppe, die seit circa 825 Jahren kirchlich genutzt wird[cite: 160, 184].

Sakrale Innenausstattung

  • Bildhauerarbeiten: Die Gestaltung übernahm der sächsische Hofbildhauer Johann Benjamin Thomae[cite: 189].
  • Taufengel (1738): Ein freischwebender Engel, der mittels einer Seilwinde für Taufen herabgelassen wird[cite: 190].
  • Kanzelsanduhr (1739): Ein seltenes Objekt mit vier Glaszylindern, das zur Überwachung der Predigtzeit und Koordination der landwirtschaftlichen Arbeitsabläufe diente[cite: 194, 197].
  • Kriegsschäden: Im Mai 1945 wurden Teile des Inventars, darunter das Altarbild und der Taufstein, durch sowjetische Truppen beschädigt oder zerstört[cite: 235, 244].

Historisches Umfeld: Kirchberg und Schloss

  • Pfarrhaus (Kirchberg 5): Ein Bau von 1740 mit Kellergewölben aus dem 15. Jahrhundert und markantem Mansardwalmdach[cite: 202].
  • Friedhof: Grabstätte der Patronatsfamilien von Ponickau und von Carlowitz sowie Mahnmal für einen unbekannten sowjetischen und einen polnischen Soldaten (gefallen 1945)[cite: 192, 206, 208].
  • Schloss Röhrsdorf: Ehemaliges Rittergut, 1890 nach Brand im historistischen Stil wiederaufgebaut; heute Sitz einer Künstlerkommunität[cite: 216, 217, 219].
  • Röhrsdorfer Grund: Eine ab 1771 angelegte Parkanlage im englischen Stil[cite: 217].
  • Geographie: Röhrsdorf gehört seit 1994 zur Gemeinde Klipphausen im Meißner Hochland[cite: 228].
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