Das Gebäude Pestalozzistraße 3
- Baujahr: 1896 als Volksschule errichtet.
- Architekt: Carl Käfer (Entwurf im Stil des Historismus/Neorenaissance).
- Besonderheiten: Repräsentative Fassade mit Rundbogenfenstern und Sandsteinelementen; Inschriftenkartusche „Erbaut 1896“.
- Sanierung: Umfassende Modernisierung zwischen 1996 und 1999; Erhalt historischer Details wie der Märchen-Bleiglasfenster im Treppenhaus.
Chronik und historische Nutzung
- 1900: Erste bauliche Erweiterung aufgrund rasant steigender Schülerzahlen.
- 1927: Umbenennung in „Pestalozzischule“ (nach Johann Heinrich Pestalozzi).
- 1945 (Frühjahr): Nutzung als Lazarett während der letzten Kriegsmonate.
- 1945 (Mai): Hauptquartier des sowjetischen Kommandanten von Radebeul.
- 1946: Wiederaufnahme des Schulbetriebs mit ca. 1.500 Schülern im Schichtunterricht.
- Seit 1993: Teil des Lößnitzgymnasiums (Haus 2).
Turmuhr und Zeitmessung
- Quellenlage: Im Gegensatz zum Steinbachhaus (Haus 1) existieren für das Gebäude Pestalozzistraße 3 keine historischen Belege für ein mechanisches Turmuhrwerk.
- Kontext: Die architektonische Gestaltung deutet darauf hin, dass die Zeitmessung primär durch die weithin sichtbare Turmuhr des gegenüberliegenden Rathauses erfolgte.
- Symbolik: Das Gebäude fungiert heute eher als „stiller Chronist“ durch seine erhaltenen Baujahres-Inschriften.
Die nähere Umgebung (Radebeul-Ost)
- Rathaus Radebeul: Direkt gegenüber liegender Backsteinbau, zentraler Orientierungspunkt mit markantem Uhrturm.
- Infrastruktur: Unmittelbare Nähe zum historischen Postamt und dem Bahnhof Radebeul-Ost (Anschluss zur Schmalspurbahn „Lößnitzgrundbahn“).
- Lage: Eingebettet zwischen den Elbwiesen und den Weinbergen der Lößnitz, die das Stadtbild prägen.
- Heutige Nutzung: Das Areal bildet das pulsierende Bildungs- und Verwaltungszentrum von Radebeul-Ost.