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Steinbachstraße 21, 01445 Radebeul

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Lößnitzgymnasium Steinbachhaus Radebeul

Lößnitzgymnasium Steinbachhaus Radebeul

Hinzugefügt: 19.04.2026

Die Turmuhr und der Dachreiter

  • Inbetriebnahme: Die Uhr wurde 1907 zusammen mit dem Gebäude fertiggestellt und diente als zentraler Zeitgeber für den Stadtteil Serkowitz.
  • Bauweise: Unterbringung in einem kastenartigen, kupferverkleideten Dachreiter auf dem First des Satteldachs.
  • Gestaltung: Vier Zifferblätter, die in alle Himmelsrichtungen orientiert sind; bekrönt von einer Laterne und einer Wetterfahne mit Wetterhahn.
  • Symbolik: Die Platzierung vertikal über der Aula markiert die Trennung zwischen dem inneren akademischen Bereich und der äußeren Zeitordnung.
  • Hersteller: Vermutet wird die Firma Bernhard Zachariä aus Leipzig, was jedoch nicht durch Akten belegt ist.

Architektur und Baugeschichte des Steinbachhauses

  • Stifter: Das 5.000 m² große Grundstück wurde 1904 vom Juristen Rudolf Curt Steinbach geschenkt.
  • Architekt: Entwurf von J. Arthur Bohlig nach einem Wettbewerb mit 22 Teilnehmern; Ausführung durch das Bauunternehmen F. W. Eisold.
  • Baustil: Eklektizistisches Bauwerk mit Elementen aus Neorenaissance, Neobarock, Jugendstil und Reformarchitektur.
  • Besondere Merkmale: Palastartiges Treppenhaus mit Granitstufen und Jugendstil-Geländer; Aula mit ellipsoidem Tonnengewölbe und heraldischen Bleiglasfenstern.
  • Wandbrunnen: Sandsteinbrunnen mit Fischkopf-Wasserspeier von Richard König (1915) links am Haupteingang.

Institutionelle Geschichte

  • 1907–1945: Nutzung als Realschule mit Progymnasium für die Lößnitzgemeinden.
  • Nachkriegszeit: Kurzzeitiger Sitz der sowjetischen Kommandantur; 1950–1954 Schule für griechische Flüchtlingskinder.
  • 1955–1992: Institut für Lehrerbildung (IfL) „Edwin Hoernle“ zur Ausbildung von Unterstufenlehrern.
  • Seit 1993: Nutzung als Gymnasium; seit 1996 offiziell „Lößnitzgymnasium“.

Die nähere Umgebung

  • Steinbachstraße: Benannt nach dem Grundstücksstifter; geprägt durch Villenarchitektur des frühen 20. Jahrhunderts.
  • Moritz-Garte-Steg: Südliche Grünachse und Verbindungsweg; ehemals Standort von Plattenbauten des IfL, heute ökologische Blühwiese des Gymnasiums.
  • Turnhalle: Westlich gelegener Bau an der Roseggerstraße, über einen eingeschossigen Trakt mit dem Hauptgebäude verbunden.
  • Infrastruktur: Strategische Lage nahe dem Haltepunkt „Weintraube“ und der Lößnitzgrundbahn zur Erschließung des Umlands.
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