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Kaditzer Friedhof, Serkowitzer Straße, 01139 Dresden

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Emmauskirche Dresden-Kaditz

Emmauskirche Dresden-Kaditz

Hinzugefügt: 09.04.2015

Die Emmauskirche in Dresden-Kaditz

  • Die Emmauskirche gilt als eines der ältesten sakralen Zentren des Elbtals und markiert einen bedeutenden Punkt sächsischer Siedlungsgeschichte[cite: 5, 126].
  • Ursprünglich im Jahr 1273 als Laurentiuskapelle erwähnt, entwickelte sich der Ort vom slawischen Rundling zur wichtigen Vorstadtgemeinde[cite: 73, 127].
  • Das heutige Erscheinungsbild ist maßgeblich durch die neugotischen Umbauten der Gebrüder Ziller zwischen 1869 und 1888 geprägt[cite: 32, 34, 35].

Zeitmesstechnik: Turmuhr und Sonnenuhr

  • Im 45 Meter hohen Westturm befindet sich eine mechanische Turmuhr, die vermutlich zeitgleich mit dem Turmbau 1869 installiert wurde[cite: 11, 12, 13].
  • Das mechanische Werk überträgt die Zeit auf vier weithin sichtbare Zifferblätter, die in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet sind[cite: 12, 13, 148].
  • Ein expliziter urkundlicher Beleg für den Hersteller der Uhr fehlt in den Archivfragmenten, wenngleich eine Zuordnung zu sächsischen Firmen wie Bernhard Zachariä nahe liegt[cite: 14, 15, 107].
  • An der Außenfassade dient eine Sonnenuhr als ergänzende Zeitreferenz und wird lokal oft mit dem Symbol "5 vor 12" assoziiert[cite: 17, 18, 20].

Das Geläut und die akustische Zeitangabe

  • Die akustische Zeitverkündung erfolgt über drei Bronzeglocken im Turm[cite: 22, 24].
  • Zwei der Glocken (Gussjahre 1676 und 1677) stammen ursprünglich aus der zerstörten Dresdner Sophienkirche und kamen nach den Luftangriffen 1945 nach Kaditz[cite: 24, 26, 86].
  • Eine dritte Glocke wurde 1973 als Neuguss für das Ensemble ergänzt[cite: 24].
  • Die historische Kopplung zwischen dem Uhrwerk und dem Schlagwerk der Glocken ist mechanisch ausgeführt[cite: 109].

Architektur und Innenraum

  • Das Gebäude ist als verputzter Bruchsteinbau auf einem Sandsteinsockel mit dreiseitigem Chorschluss ausgeführt[cite: 29].
  • Der Innenraum beherbergt einen barocken hölzernen Kanzelaltar von Johann Gottfried Knöffler aus dem Jahr 1756[cite: 43, 130].
  • Die heutige Orgel der Firma Jehmlich (1991) verfügt über 19 Register und eine rein mechanische Traktur[cite: 51, 52].
  • An der Orgelempore befindet sich eine Jugendstilmalerei von 1913, die den biblischen Gang nach Emmaus zeigt[cite: 46].

Historisches Umfeld und Naturdenkmale

  • Auf dem Kirchhof steht die Kaditzer Linde, ein Naturdenkmal mit einem geschätzten Alter von 500 bis 1000 Jahren[cite: 57, 58].
  • An der Serkowitzer Straße liegt der sogenannte "Franzosenfriedhof" mit einem Sammelgrab für 114 Soldaten des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71[cite: 64, 65, 146].
  • Der Dorfkern Altkaditz bewahrt mit dem barocken Pfarrhaus (1686) und der alten Kirchschule (1617) bedeutende historische Bausubstanz[cite: 69, 70, 156].
  • Der Stadtteil zeigt heute einen starken Kontrast zwischen dem denkmalgeschützten Kern und dem modernen Elbepark auf einem ehemaligen Flugplatzgelände[cite: 90, 91, 154].
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