Ein Do-It-Yourself Projekt von TurmZeit.de
Digitalisiere deine eigene Turmuhr und lerne dabei Fotografie, Design und Programmierung.
Dieses DIY-Projekt ist Teil der Initiative turmzeit.de. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das kulturelle Erbe analoger Turmuhren und ihre faszinierende Geschichte im digitalen Zeitalter zu bewahren und für kommende Generationen erlebbar zu machen.
Hallo Zeitreisende und Technik-Entdecker! 🕒✨
Hast du dich schon mal gefragt, wer eigentlich die Zeit im Dorf oder in der Stadt "macht"? Hoch oben in den Kirchtürmen und an alten Schulgebäuden wohnen riesige, alte Räderwerke aus Eisen und Messing. Das sind die Turmuhren. Sie haben Kriege überstanden, Generationen beim Aufwachsen zugesehen und schlagen seit hunderten von Jahren im selben Takt.
Aber: Diese alten Riesen werden immer seltener. Hier kommst du ins Spiel! Beim "Clock-Yourself" Projekt wirst du zum digitalen Uhrmacher. Du lernst, wie man diese historischen Zeitmesser fotografiert, mit künstlicher Intelligenz (KI) "repariert" und am Ende auf deiner eigenen Webseite zum Schlagen bringt.
Diese Anleitung begleitet dich dabei, eine echte Kirchturmuhr zu fotografieren, digital aufzubereiten und als interaktive Web-App zum Leben zu erwecken. Ein Projekt von und für turmzeit.de.
Dieses Projekt vereint traditionelle Heimatkunde mit modernster MINT-Bildung. Die Schüler lernen nicht nur die lokale Geschichte kennen, sondern erwerben praxisnahe Kompetenzen in der digitalen Bildbearbeitung, dem Prompt-Engineering (KI) und der Web-Programmierung. Begleiten Sie die Kinder vor allem bei der Fotografie vor Ort und bei der ersten Einrichtung der Dateistruktur – der Rest ist kreatives Entdecken!
Lade dir alle benötigten Dateien, Vorlagen und Beispielgrafiken als ZIP-Archiv herunter, um sofort loszulegen.
Das Ziel ist ein klares, isometrisches Foto ohne Verzerrung.
Ein schönes Panoramabild des gesamten Turms oder der Schule rundet dein Projekt ab. Hier zählt vor allem die Ästhetik.
Wichtig: Hol dir vorab eine Genehmigung von deiner Schule oder Kirchengemeinde für das Projekt!
Moderne KI-Tools wie Google Gemini oder ChatGPT sind extrem hilfreich, um komplexe Bildbearbeitungsschritte vorzubereiten. Die KI kann die Perspektive entzerren und die Zeiger digital "ausradieren", sodass du ein sauberes Ziffernblatt erhältst.
Hier ist ein praxiserprobter Grafiker-Prompt, den du zusammen mit deinem Foto an die KI senden kannst:
Du bist ein Grafikdesigner. Deine Aufgabe ist es, dieses Foto einer Kirchturmuhr so aufzubereiten, dass daraus eine digitale Lern-Uhr gebaut werden kann. Das Foto wurde vom Boden aus aufgenommen, daher muss zuerst die Perspektive korrigiert werden (Draufsicht simulieren).
Erstelle daraus ein hochauflösendes Bild mindestens 1500 pixel breit auf neutralem, weißem Hintergrund mit zwei strikt getrennten Bereichen:
Ebene 1 Oben (Ziffernblatt): Das isolierte Ziffernblatt. Entferne die Zeiger digital und fülle die Stellen dahinter so auf, dass ein völlig freies Ziffernblatt entsteht. Ist das Ziffernblatt im original viereckig extrahiere es auch viereckig.
Ebene 2 Unten (Zeiger): Extrahiere den Stunden- und Minutenzeiger. Platziere sie parallel nebeneinander (nicht überlappend) neben dem Ziffernblatt. Beide Zeiger sollen exakt senkrecht nach oben zeigen (12:00 Uhr Ausrichtung).
Technische Details: Erhalte die originalen Proportionen, Farben und Texturen. Nur das runde Ziffernblatt extrahieren, kein Mauerwerk drumherum. Nutze flache, diffuse Beleuchtung.
Tipp: Lade dein Foto bei Google Gemini hoch, kopiere diesen Prompt hinein und schau zu, wie die KI die schwere Arbeit für dich erledigt!
Da die KI oft noch keine perfekten transparenten PNGs in Einzelteilen liefert, machen wir das manuell:
Nutze unsere fertige Muster-Vorlage, um direkt loszulegen. Falls du Affinity Foto noch nicht hast, findest du hier die Testversionen.
musteruhr.afphoto. Diese hat bereits das richtige Format (1000x1000px) und
hilfreiche Markierungen in der Mitte.
ziffernblatt.png, stundenzeiger.png und
minutenzeiger.png.
/uhr
deines
Projekts ab.Am Ende deiner Bearbeitung solltest du folgende Dateien im Ordner /uhr haben. Diese
sind
die Basis für deine digitale Uhr:
Das leere Ziffernblatt ohne Zeiger als Hintergrund.
Der isolierte Stundenzeiger für die Zeitanzeige.
Der isolierte Minutenzeiger der Uhr.
Das Originalfoto der Turmuhr als Vorlage.
Die Gesamtansicht des Turms für die Webseite.
In der Datei Turmuhr.html setzen wir alle Puzzleteile zusammen. Ein Webbrowser liest
diese Datei und baut daraus die grafische Oberfläche.
Jede Webseite hat den gleichen Grundaufbau. Stell es dir wie einen Brief vor: Es gibt einen Kopf (Anzeige/Info) und einen Körper (Inhalt).
Im Body-Bereich platzieren wir unsere Bilder. Wir nutzen ein <div> als Container,
in dem die drei Bilder wie Schichten übereinanderliegen:
Damit die Zeiger nicht nebeneinander liegen, sondern genau auf der Uhr, nutzen wir CSS. Wichtig ist
position: absolute (übereinander stapeln) und transform-origin: 50% 50%,
damit sich die Zeiger um ihre Mitte drehen.
Das ist der "Motor" der Uhr. Das Skript fragt jede Sekunde: "Wie spät ist es gerade?". Dann berechnet es den Winkel für die Zeiger (360 Grad / 12 Stunden = 30 Grad pro Stunde).
Hier siehst du, wie alle Teile in einer einzigen Datei zusammenarbeiten. Du kannst diesen Code
kopieren und in deine eigene Turmuhr.html einfügen.
Hast du deine Uhr erfolgreich digitalisiert? Herzlichen Glückwunsch! 🎉
Wir von turmzeit.de haben uns zum Ziel gesetzt, so viele lokale Zeitzeugen wie möglich zu bewahren. Hilf uns dabei, deine Uhr weltweit verfügbar zu machen und sie in unsere interaktive Karte aufzunehmen.
Sende einfach eine E-Mail an turmzeit@gmail.com mit folgenden Inhalten:
Kopiere einfach diesen Text und passe die Platzhalter in Klammern an: